Wenn wir an wichtige Organe beim Pferd denken, stehen Herz, Lunge und Magen meist an erster Stelle. Die Nieren übernehmen im Pferdekörper eine entscheidende, oft unterschätzte Rolle – besonders wenn es um die Vitalität deines Pferdes geht. Doch viele Nierenerkrankungen verlaufen häufig still und unbemerkt.
Versteckte Symptome – wenn die Nieren leiden
Das liegt vor allem daran, dass selbst spezialisierte Urinmarker wie die GGT/Kreatinin-Ratio, die an der TiHo Hannover untersucht wurden, nicht ausreichen, um eine beginnende Nierenschwäche sicher zu erkennen (Muffert, 2017). Wenn diese auffällig werden, kann es sein, dass die Nierenfunktion bereits zu etwa 75 % eingeschränkt ist. In der Zwischenzeit zeigen sich jedoch oft unspezifische Symptome, die in der Praxis selten mit den Nieren in Verbindung gebracht werden:
- ausbleibender Muskelaufbau trotz Training
- Hautprobleme, Ekzeme oder allergieähnliche Reaktionen
- Leistungsabfall oder schnelle Ermüdung
- chronische Atemwegserkrankungen
- schlechte Hornqualität oder brüchige Hufe
Diese Symptome werden meist isoliert behandelt – dabei wäre es oft sinnvoll, auch an die Nieren zu denken.
Genau das bestätigen auch wissenschaftliche Untersuchungen: Eine retrospektive Studie aus Österreich konnte zeigen, dass viele Pferde mit chronischen Nierenerkrankungen erst verspätet diagnostiziert wurden (Böhm, 2014).
Umweltbelastung als Dauerstress für die Nieren
In unserer heutigen Haltung ist der Pferdekörper mit einer Vielzahl an Belastungen konfrontiert, für die er evolutionär nicht gemacht ist: Ob Pflegemittel wie Mähnen- oder Fliegensprays, Medikamente, Pflanzenschutzmittel aus der Landwirtschaft oder Abgase – all diese Stoffe müssen über körpereigene Entgiftungsorgane ausgeschieden werden.
Die Nieren übernehmen dabei eine Schlüsselrolle: Sie filtern täglich große Mengen Blut und entfernen Abbauprodukte, Fremdstoffe und überschüssige Substanzen aus dem Organismus. Doch wie bei einem Staubfilter funktioniert dieser Prozess nur dann optimal, wenn die Belastung nicht dauerhaft über das normale Maß hinausgeht.
Besonders kritisch wird es, wenn die Nieren gleichzeitig unterversorgt sind – etwa durch Flüssigkeitsmangel. Eine Untersuchung der Freien Universität Berlin zeigt, dass schon ein Wasserverlust von 6 % die Nierendurchblutung messbar reduziert und das Risiko für akute Schäden erhöht (Lo et al., 2021).

Gesunde Nieren – gesunder Organismus
Ein gut funktionierender Stoffwechsel ist die Grundlage für einen belastbaren, leistungsbereiten Pferdekörper. Umso wichtiger ist es, die Nieren präventiv zu unterstützen – am besten auf natürliche Weise.
Ernährung zur Entlastung der Nieren
Die passende Ernährung ist ein zentraler Faktor für die Nierengesundheit: Sie sollte eiweißarm, aber hochwertig sein – und frei von überflüssigen Zusätzen. Auch die Förderung der Flüssigkeitsaufnahme spielt eine große Rolle: Eingeweichte Heucobs, Mash oder leicht gesalzene Rationen können helfen, die Nieren merklich zu entlasten.
Zur pflanzlichen Unterstützung haben sich Kräuter wie Goldrute, Brennnessel oder Löwenzahn bewährt – besonders als Kur im Frühjahr oder Herbst, um die Nierenfunktion anzuregen. Zusätzlich können Antioxidantien wie Vitamin E oder Selen dazu beitragen, oxidativen Stress zu reduzieren, der auch die Nierenzellen belasten kann.
Bereits ein vielseitiges Futterangebot, das natürliche Kräuter und andere nierenunterstützende Pflanzen enthält, kann einen wertvollen Beitrag zur Gesunderhaltung der Niere leisten. Leider lässt sich nicht immer auf ein so breites Futterangebot zurückgreifen.
Nephroten – pflanzliche Unterstützung für die Nieren

Daher empfehlen wir als gezielte Ergänzung: Nephroten.
Dieses hochwertige Ergänzungsfuttermittel wurde mit Dr. med. vet. Susanne Wolz-Richter, Tierärztin mit Spezialisierung auf Phytotherapie, speziell zur Unterstützung der Niere beim Pferd entwickelt.
Nephroten basiert auf rein pflanzlicher Basis und kombiniert sorgfältig ausgewählte Kräuter, die dafür zusammengestellt wurden, die gesunde Nierenfunktion deines Pferdes effektiv zu erhalten.
Dabei gilt: Nichts drin, was nicht reingehört. Nephroten kommt ohne Zuckerzusatz sowie ohne Füllstoffe aus und ist 100 % vegan.
Wie bei so vielem in der Pferdegesundheit gilt auch hier: Vorsorge ist einfacher als Nachsorge. Eine nierenfreundliche Fütterung, saisonale Kräuter und bei Bedarf eine gezielte Ergänzung – so bleibt die Nierenfunktion lange erhalten, ganz im Sinne eines gesunden, belastbaren Organismus.
Quellen:
Lo, Hsiao-Chien & Winter, J & Gehlen, Heidrun. (2021). Renal function analysis and dehydrated status in horses. Pferdeheilkunde Equine Medicine. 37. 156–164-156–164. 10.21836/PEM20210207. [https://www.researchgate.net/publication/350492666_Renal_function_analysis_and_dehydrated_status_in_horses]
Böhm, C. (2014): Inventur der Nierenerkrankungen beim österreichischen Pferd – eine retrospektive Studie. Diplomarbeit, Veterinärmedizinische Universität Wien. [https://www.vetmeduni.ac.at/hochschulschriften/diplomarbeiten/AC12269563.pdf]
Muffert, Maria-Theresia: Analyse der Nierenfunktionsparameter von Pferden aus den Jahren 2003 bis 2016. Hannover, 2017 [https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:95-110811]